Der Winter und ich

Eigentlich hätte ich gestern Abend schon einen Blogeintrag hochgeladen, aber das Leben kam dazwischen..

Wir hatten gestern nämlich Kinderfrei und nutzen die Gelegenheit dazu aus, den Weihnachtsmarkt unsicher zu machen. Das einzige was ich allerdings dachte, war, ich darf durchschlafen!

Normalerweise wacht Mia 1-2x Nachts auf, was ich meist noch verkraften kann…jedoch sind es mittlerweile 4-5x die Nacht, wo man sich teilweise ’ne Knarre wünscht, weil man sich in dem Moment die Lichter selbst auspusten will. Es ist nicht übertrieben, auch wenn das jetzt jemand denkt, denn Tatsache ist, dass kein Mensch nach 3 Jahren des ununterbrochenen Schlafens, vorallem in den Tiefschlafphasen, nicht irgendwann durchdreht.

Da ich momentan all mögliches probiere, dass sie endlich mal durchschläft, muss ich mich auch wie jedes Jahr, dem Wetter strotzen.

Ich merke, wie im Sommer mein Instagramprofil blüht. Wie es nach Freude und der Lust nach Leben schreit und wie glücklich ich bin. Das strahlen auch meine Bilder aus. Das strahlen meine Texte durch die Buchstaben ebenfalls aus..und dann kommt der Winter.

Ich und der Winter sind seit genau 15 Jahren keine guten Freunde mehr. Wir verstehen uns irgendwie nicht mehr, haben uns zerstritten und finden irgendwie den Weg nicht mehr zueinander.

Daher schläft meine Glückseligkeit und meine Freude in diesen Monaten ein wenig ein. Sehr zum Leidwesen meiner Selbst.

„Schatz, können wir nicht weg fliegen? So nur für paar Tage?“ fragte ich heute Max, nachdem ich mal wieder mit trostlosem Blick in die dort draußen liegende Welt schaute und die mich zurückansah, als wäre ihr selbst zum heulen zumute.

„Weiß ich nicht. Warum?“ …Männer, denke ich mir und hau mir meine Hand gegen die Stirn. Wenigstens hat er mein Augenrollen nicht bemerkt. Doch schon 5 min. später bereue ich meine zickigen Allüren und fühle mich noch kleiner, als sowieso schon.

Ihm geht es ja gut, er fühlt sich gut, er muss nicht vor dem Winter wegrennen, er hat auch nicht das Gefühl, als würde ihm das Herz ein wenig schwarz gemacht werden.

Aber er weiß, dass wenn er nicht hier wäre, ich noch weniger zu lachen hätte. Das habe ich mal zu ihm gesagt, schon ganz am Anfang, also das mit mir und dem Winter…und dann das mit ihm, wie wichtig er und seine Liebe für meine Seele und mein Herz sind. Auch Mia, aber eigentlich weiß ich auch, ich muss mich selbst retten, und nicht erst andere.

Auch weiß ich, dass es sich schon gebessert hat, definitiv! Weil ich an mir gearbeitet habe. Das ist so schwer, so hart, aber es ist so machbar.
Man muss sich viel Mühe geben, oft gegen das Schwarze Loch ankämpfen, um immer ein kleines Stück weiter an die Oberfläche zu gelangen. Aber es funktioniert.

Mein Rezept? Löse dich als erstes von all Schlechtem. Menschen, Nahrung, Probleme.
Versuche die Probleme in deinem Kopf zu lösen, um dich freier zu fühlen. Löse dich von den bösen Menschen, die dir nichts Gutes wollen, die dich runter ziehen. Und stopfe dich nicht mit zuviel Zucker und Fett voll, wirklich, dass schmeckt alles für die ersten paar Sekunden, aber danach richtet es eine kleine Katastrophe in deinem Darm und Hirn an und ja, die beiden haben viel miteinander zutun. Aber hey, dass heißt nicht das du komplett drauf verzichten sollst! Wo denkst du hin? Nur wenn du zum Frühstück schon Donuts hattest, lass die Pizza zum Abend weg. Vielleicht versuchst du es mal und vielleicht klappt es ja. Ein bisschen würde es in diesen Situationen schon reichen.

1 Comment on Der Winter und ich

  1. Alena
    7. Dezember 2015 at 12:09 (3 Jahren ago)

    Das Problem mit dem Winter kenne ich zu gut. Du beschreibst es genauso wie ich es auch machen würde. Ich bin im Winter geboren und trotzdem verfluche ich ihn jedes Jahr erneut. 🙂

    Das mit dem lösen ist sicherlich richtig, aber leichter gesagt als getan.

    Wünsche dir viel Kraft in dieser Jahreszeit =D
    Liebe Grüße,

    Alena

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