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Vorsätze 2016

imageMit 18 schrieb ich mit meinem damaligen besten Freund einen Brief, an mich selbst.

20 gute Vorsätze, wovon ich am Ende vielleicht 5 eingehalten hatte und am Ende, nunja, ein wenig enttäuscht von mir selbst war.

Seitdem schrieb ich sowas nie wieder auf, was nun sieben Jahre her ist, aber ich denke jetzt mit 25, könnte ich es nochmal wagen..

1. Ich möchte noch mehr mit meinem Kind spielen, unternehmen, sie fördern.
Demnächst fahren wir endlich mal zum Karate und auch im Balett wollte ich sie mal anmelden, für eine Probestunde.
Letzters einzig und allein, weil sie jetzt schon von alleine ständig Pirouetten dreht und ich keinen blassen Schimmer habe, woher sie das kennt.

2. Wieder gesünder ernähren und den Sport wieder so gut und regelmäßig ausführen, wie vor meiner Beziehung…
Mein Waschbrettbauch mutierte zum Waschbärbauch..

3. Eine passende Wohnung für uns drei finden!
Oh das müsste eigentlich ganz weit oben stehen, da mir das hier was wir hier haben, viel zu klein geworden ist..
Ich möchte was finden, wo wir uns richtig wohlfühlen, sie schön einrichten können und vorallem wo wir Platz haben!

4. Ich muss mich öfters bei meinen Freunden melden, wirklich.
Ich melde mich so gut wie nie, brauche lange um zurück zu schreiben und das geht nicht immer..

5. Ordentlicher werden.
Eine lange lange Zeit war ich so verdammt ordentlich! Und dann? Ich wurde chaotisch und mein Motto „was du heute kannst besorgen, das verschiebe einfach auf Morgen…“
Vor allem das Wäsche waschen..
Das muss sich ändern, definitiv. 😄

Wie man also liest, ist es wirklich nicht zu viel, machbar und ich bin so so gespannt, wie dieses schöne neue Jahr, so sein wird. ❤️

Das Schlafproblem

Och nööö, nicht schon wieder dieses Thema!
Och doooch. Wird auch nicht so lang, keine Sorge.

Mia liegt also nun im Bett, ich nebenan, Angst vor den kommenden Stunden.
Haben Bücher gelesen….kurze Anmerkung:
Ich kaufe ihr oft viele und neue Bücher, weil..ich kann einfach nicht 10x das selbe Buch lesen, auch wenn wir die „Grüffelo“ Bücher sicher 120x gelesen haben. Mindestens. Mitsprechen kann ich die, sogar bis auf die Kommata.

Als ich vorhin also so aufstehen wollte, kam immer eine Sache : „Nein Mami, nicht! Bleib!“
Ich brauchte etwas Zeit um zu verstehen, dass es um’s Licht ging.
Mia hat schlichtweg Angst vor der Dunkelheit… Also den kleinen Minion angemacht, der ungefährlich auf ihrer Kommode mit einem freundlichen Gesicht dümmlich vor sich hin grinst, und einen Arm hebt. Frage mich immer, ob er mir grad „Hallo“ , oder „Tschüss“ sagt.
Solche Probleme habe ich wirklich oft…ich denke sooft an die eigenartigsten und uninteressantesten Dinge, dass wenn ich diese Gedankenzeit richtig genutzt hätte, ich sicher etwas sehr Großes auf die Beine gestellt hätte. Ganz sicher. Nur bin ich mir nicht sicher, was es eigentlich wäre.
Ich schweife ab…

Der Minion hat dem Mia-Kind allerdings nicht gereicht. Auch nicht die Prinzessinen-Puppe, die sie seit gestern überall mit hin schleppt, die seit neuestem auf sie aufpassen soll.

Ich habe ihr LED Licht angelassen, ihr allerdings gesagt, dass ich es später wieder ausmachen werde. Sie war einverstanden.
Auch ein Becher Wasser steht auf der Kommode, der Schnuller ist fest an der Schnullerkette und kann auch nicht weglaufen.

Sollte sie tatsächlich durchschlafen, fahren wir morgen ein Plakat kaufen mit Sticker. Pro durchgeschlafene Nacht, klatschen wir einen Sticker an das Plakat und nach 10 Stück, darf sie sich was wünschen.

Mein Größter Wunsch ist es einfach, dass wir ALLE zu Ruhe kommen. Max, ich und auch Mia.

Schalf, du fehlst mir. Sehr.

Brief an Mia

imageBrief an Mia

Weißt du Mia, wenn du mal groß bist, fragst du dich vielleicht mal, auf was es im Leben eigentlich ankommt.
Wenn man dich heute mit deinen 3 Jahren betrachtet, sind Pommes, Kakao am Morgen und das tägliche Kuscheln mit mir wohl dein Lebensinhalt. Aber vergessen wir nicht deine ganzen Bücher die ich dir jeden Tag vorlesen soll und dein Lachen, was ständig in der Luft hängt. Außer wenn du müde bist, dann hast du echt ’nen Babysatan zum Snack gehabt.

Wenn du größer bist und mein Gewusel lesen, aber vorallem verstehen kannst, möchte ich dir gern einige Dinge auf den Weg geben.

1. Viele Freunde sind nicht das Wichtigste im Leben. Die wenigen Richtigen machen den Unterschied!
Wenn du viele hast, glaub mir, können auch einige schwarze Schafe darunter sein. Man kann nicht jedem trauen, bzw. vertrauen. Um einen Menschen zu kennen, wirklich zu kennen, muss man einiges zusammen durchgemacht haben und es muss Zeit vergehen. Ereignisse und Erlebnisse zusammen durchgestanden haben um dann mit gutem Gewissen sagen zu können, wer die wirklichen Freunde sind.

2. Achte immer auf dich, sei dir selbst wichtig. Das ist wirklich so so wichtig, denn DU wirst immer mit DIR unterwegs sein. Du wirst jeden Tag mit dir aufwachen, dich bewegen, Dinge fühlen, riechen, du wirst immer mit dir leben. Tag ein, Tag aus. Und was möchtest du? Na das es dir gut geht! Du möchtest das du dich gut fühlst. Also musst du auch was dafür tun. Bewege dich, mach Sport und das Wichtigste: Ernähre dich gut. Unsere Ernährung ist unsere Medizin. Aber übertreibs nicht. Pommes und Burger sind immer noch das Beste.

3. Sei immer dankbar. Dankbarkeit zu zeigen bedeutet, dass man nichts für Selbstverständlich hält, denn das ist es auch nicht. Menschen tun nur dann gern was für andere, wenn sie merken, es wird wertgeschätzt. So wertschätze auch du die Dankbarkeit die du bekommst. Das Leben ist ein Geben und Nehmen.

4. Wenn du Ziele im Leben hast, dann halte sie dir immer vor Augen. Ruf dir immer wieder ins Gedächtnis, für was und wen du diese Ziele erreichen möchtest. Für dich. Mach dich stolz, so baust du Stärke und Selbstbewusstsein auf, was in dieser Welt verdammt nötig ist, um nicht unterzugehen.
Wo würdest du in 3 Monaten stehen, wenn du immer weiter machst? Also, bleib dran.

5. Liebe ist immer stärker als Hass. Liebe lässt dich wachsen, macht dein Herz größer, dich glücklicher und warmherziger. Liebe kann beflügeln, Berge versetzen und ist so viel wichtiger als andere zu bekriegen. Es gibt allerdings auch Menschen, die sind von Grund auf Böse. Sie wollen dir wehtun, dich am Boden sehen und daher ist punkt 4 auch so wichtig. Denn desto stärker du bist, desto größer ist dein Schild gegen diese Menschen. Lass diese Menschen nicht die Liebe die ich dir weiter gegeben habe kaputt machen. Du bist stark, dass weiß ich jetzt schon.

Der Winter und ich

Eigentlich hätte ich gestern Abend schon einen Blogeintrag hochgeladen, aber das Leben kam dazwischen..

Wir hatten gestern nämlich Kinderfrei und nutzen die Gelegenheit dazu aus, den Weihnachtsmarkt unsicher zu machen. Das einzige was ich allerdings dachte, war, ich darf durchschlafen!

Normalerweise wacht Mia 1-2x Nachts auf, was ich meist noch verkraften kann…jedoch sind es mittlerweile 4-5x die Nacht, wo man sich teilweise ’ne Knarre wünscht, weil man sich in dem Moment die Lichter selbst auspusten will. Es ist nicht übertrieben, auch wenn das jetzt jemand denkt, denn Tatsache ist, dass kein Mensch nach 3 Jahren des ununterbrochenen Schlafens, vorallem in den Tiefschlafphasen, nicht irgendwann durchdreht.

Da ich momentan all mögliches probiere, dass sie endlich mal durchschläft, muss ich mich auch wie jedes Jahr, dem Wetter strotzen.

Ich merke, wie im Sommer mein Instagramprofil blüht. Wie es nach Freude und der Lust nach Leben schreit und wie glücklich ich bin. Das strahlen auch meine Bilder aus. Das strahlen meine Texte durch die Buchstaben ebenfalls aus..und dann kommt der Winter.

Ich und der Winter sind seit genau 15 Jahren keine guten Freunde mehr. Wir verstehen uns irgendwie nicht mehr, haben uns zerstritten und finden irgendwie den Weg nicht mehr zueinander.

Daher schläft meine Glückseligkeit und meine Freude in diesen Monaten ein wenig ein. Sehr zum Leidwesen meiner Selbst.

„Schatz, können wir nicht weg fliegen? So nur für paar Tage?“ fragte ich heute Max, nachdem ich mal wieder mit trostlosem Blick in die dort draußen liegende Welt schaute und die mich zurückansah, als wäre ihr selbst zum heulen zumute.

„Weiß ich nicht. Warum?“ …Männer, denke ich mir und hau mir meine Hand gegen die Stirn. Wenigstens hat er mein Augenrollen nicht bemerkt. Doch schon 5 min. später bereue ich meine zickigen Allüren und fühle mich noch kleiner, als sowieso schon.

Ihm geht es ja gut, er fühlt sich gut, er muss nicht vor dem Winter wegrennen, er hat auch nicht das Gefühl, als würde ihm das Herz ein wenig schwarz gemacht werden.

Aber er weiß, dass wenn er nicht hier wäre, ich noch weniger zu lachen hätte. Das habe ich mal zu ihm gesagt, schon ganz am Anfang, also das mit mir und dem Winter…und dann das mit ihm, wie wichtig er und seine Liebe für meine Seele und mein Herz sind. Auch Mia, aber eigentlich weiß ich auch, ich muss mich selbst retten, und nicht erst andere.

Auch weiß ich, dass es sich schon gebessert hat, definitiv! Weil ich an mir gearbeitet habe. Das ist so schwer, so hart, aber es ist so machbar.
Man muss sich viel Mühe geben, oft gegen das Schwarze Loch ankämpfen, um immer ein kleines Stück weiter an die Oberfläche zu gelangen. Aber es funktioniert.

Mein Rezept? Löse dich als erstes von all Schlechtem. Menschen, Nahrung, Probleme.
Versuche die Probleme in deinem Kopf zu lösen, um dich freier zu fühlen. Löse dich von den bösen Menschen, die dir nichts Gutes wollen, die dich runter ziehen. Und stopfe dich nicht mit zuviel Zucker und Fett voll, wirklich, dass schmeckt alles für die ersten paar Sekunden, aber danach richtet es eine kleine Katastrophe in deinem Darm und Hirn an und ja, die beiden haben viel miteinander zutun. Aber hey, dass heißt nicht das du komplett drauf verzichten sollst! Wo denkst du hin? Nur wenn du zum Frühstück schon Donuts hattest, lass die Pizza zum Abend weg. Vielleicht versuchst du es mal und vielleicht klappt es ja. Ein bisschen würde es in diesen Situationen schon reichen.

Ein ganz neues Weihnachten

Guten Abend liebe Damen 🤗
Heute wird es etwas persönlicher hier bei mir, denn @otto_de hat mich gefragt, ob ich nicht unter dem Hashtag #weihnachtenistindir mal etwas erzählen könnte, was ich an Weihnachten mal für Andere besonderes gemacht habe..da kann ich euch auf jeden Fall was erzählen, aber erstmal zur Vorgeschichte..
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Wie einige schon wissen, sind meine Eltern beide Flüchtlinge gewesen. Sie flüchteten aus mehreren Gründen aus dem Iran und Aserbaidschan, lernten sich hier in einem Deutschkurs kennen und verliebten sich. Am Ende bekommen solche Paare meist Kinder und schwupps, war ich geboren. Zwar in Hannover, was bekanntlich zu Deutschland gehört, aber Weihnachten habe ich ehrlich gesagt nie kennen gelernt. Ich wuchs die meiste Zeit bei meiner Mutter auf, die sich nie wirklich dafür interessierte und somit gab es an Weihnachten nur paar Geschenke und den Fernseher (wie unfassbar gute Filme auf einmal an den Tagen kommen! Mein lieber Mann!). Ich machte mir nie wirklich was draus und die Aldi-Adventskalender waren statt in 24 Tagen in max(!) 3 Tagen, wenn nicht schon am 1. aufgerissen und vernichtet.
Mit Anfang 20 kam ich mit Mia’s Vater zusammen. Voll der Deutsche…und was passierte? Er nahm mich an Weihnachten mit zu seiner Mutter und ich kam mir vor wie in einem Film..da stand er, der riiiesen Weihnachtsbaum in all möglichen Glitzerfarben geschmückt und ein meterlanger Tisch mit dem besten Essen. Und es gab Geschenke, aber mit einem richtig witzigen „Würfelspiel“, wer als erstes die Geschenke aufmachen durfte. Wahnsinn. Ich war begeistert, dass muss ich zugeben. Und jetzt kommen wir zu der eigentlichen Geschichte..
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Paar Jahre später hatte ich meine Mia im Arm. Sie, 2 Monate, ich, mit gut 10 Kilo mehr auf den Rippen, wieder bei der Mutter meines Freundes an Heiligabend. Schön war’s natürlich wieder, aber ein Jahr später, waren Mia und ich alleine…und ich wollte ihr ein eigenes, noch liebvolleres Weihnachten gestalten was tatsächlich geklappt hat, denn auch meine Mutter machte diesmal mit! Für unsere Mia…
Zuerst bastelte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Adventskalender. 23 Ü-Eier (Ökomuttis jetzt 👉🏼😨) und einen Weihnachtsmann zum 24.
Jeden Morgen freute sie sich wie eine kleine süße Maus und verstand nur schwer, als es dann eben irgendwann vorbei war mit dem Schokoladenparadies…(auf dem Bild sieht man übrigens ihren neuen von mir verpackten Adventskalender, den wir zusammen dann noch an die Wand befestigt haben..und ja, diesmal gibt’s jeden 2. Tag eine Pixxie Buch 🌚) . Dann kam Weihnachten…ich war so so aufgeregt! Vor was eigentlich? Mia hat doch noch nie Weihnachten gefeiert? Mit 2 Monaten letztes Jahr haben nur meine Milchbar und ihr Schalf sie interessiert! Aber ich, ich war so unter Druck weil ich ihr unbedingt das möglich Beste bieten wollte…
Es gab also einen Weihnachtsbaum (er war aber eher klein) und er war lila, silber geschmückt, hatte Kugeln und leuchtete wundervoll! Zu Essen gab es Raclette, wir spielten Spiele, lachten, genossen an einem kleinen Tisch die Gesellschaft und es war einfach nur schön. Als sie ihre Geschenke auspacken durfte, leuchteten ihre Augen, und ja, auch meine. Ich hatte das erste Mal für jemand ganz besonderen ein kleines Weihnachtsfest auf die Beine gestellt. 🎄Warum ich das gemacht habe? Weil wir in Deutschland leben, weil Mia zur Hälfte deutsch ist, und ich weiß, dass man den Kindern eine riesen Freude damit macht…nur dieses Jahr, dieses Jahr feiert sie leider nicht mit mir, sondern mit/bei ihrem Vater..aber nächstes Jahr, da werden wir uns wieder in den Armen liegen und unser gemeinsames Weihnachten feiern ❤️

Beziehung und doch mal alleine sein wollen mit Kind

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Wie viele wissen, bin ich sehr sehr froh den Kerl namens Max kennen gelernt zu haben, gar keine Frage!
Ich war halt lange Zeit alleinerziehend, habe mich irgendwann wie jede alleinerziehende eben mal..allein gefühlt (klasse Wortspiel), und hab mir so ein Wesen namens Partner gewünscht.
Die Zeit mit meinem Kind war zwar ohne auch schön, aber irgendwann wünscht man sich dann eben doch wieder das Gefühl von Familie. Das ist normal, dass ist von der Natur gewollt.
Alleine alt werden? Nur ein einziges Kind in die Welt setzten? Sein leben lang alleine frühstücken?? Um Gottes Willen, wo soll man da hin denken?

Er kam ja dann. So ganz unerwartet und blieb glücklicherweise auch. Und jetzt komm ich….nach paar Monaten der Zweisam-, meist Dreisamkeit, vermisse ich die „alleine“ Zeit mit meinem Kind. Ich will aber auch irgendwie nicht, dass der Typ weg geht. Also zu sich fährt z.B.
Ist irgendwie paradox, aber solche Probleme herrschen seit Lebzeichen in meinem Walnusshirn.

Also koste ich genau DIE Momente aus, wo wir uns unfreiwillig trennen müssen. Seien es Termine oder er ist, auch wenn es selten ist weil er lieber bei uns ist, mit einem Freund.
Dann hab ich die Stunden mit Mia. Nur mit Mia. Und ich liebe sie! Ich liebe sie genauso wie ich den Max liebe, aber ich liebe sie irgendwie anders. Es ist einfach so richtig wertvolle Mama-Mia Zeit und sie erinnert mich immer an unsere gemeinsame Geschichte, wie wir gemeinsam alles gemeistert haben..

Ich habe dann nur noch Augen für sie, muss auf niemanden Rücksicht nehmen und wir können alles machen was wir wollen, ohne eine 3. Person fragen zu müssen. Das soll aber auch gar nicht komisch rüber kommen, denn wenn der Mann da ist, ist es wunderschön! Aber anders eben.

Anfangs habe ich mich geschämt. Warum sehne ich mir manchmal Zeit alleine mit meinem Baby? Sollte ich nicht froh sein, nicht mehr alleine zu sein mit ihr?
Gefühle über Fragen und Fragen über Gefühle..und jetzt versteh ich mich endlich. Es zeigt mir einfach wie unendlich doll ich meine Mia liebe, wie ich sie ganz alleine „genießen“, beobachten, mit ihr was unternehmen kann.. Ich liebe Mia so unfassbar aber bin ich nicht auch mal froh, so wie jedes Pärchen, mal kinderfrei mit Max zu haben?
So ist es quasi dasselbe, nur andersrum!

Alleine mit dem Partner was zu unternehmen macht dem Paar doch auch kein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber. Das macht es mir gegenüber Mia auch nicht, also sollte es mir auch gegenüber Max nichts ausmachen! Ist ja irgendwie quasi dasselbe. Also nicht ganz, aber jetzt müsste man es eigentlich nachvollziehen können, denn so habe ich es auch irgendwann verstanden.

Und jetzt lege ich mich, an unseren alleinigen Abend, neben mein schnarchendes (tut sie wirklich) dickes (nicht so wirklich), Baby, und halte ihren Bauch…❤️

Wo die Liebe hinfällt

Ich weiß noch wie abartig warm es war an diesem Tag und wie sehr ich mich auf den gemeinsamen Abend mit meiner besten Freundin freute. Endlich wieder feiern gehen! Alle Sorgen vergessen, vom Mamasein abschalten und ja, was trinken.
Kannte ich ja alles, nur was neu war, war der Ort. Die Kölner Ringe, wo jetzt nicht gerade Schneewittchen und Prinzen abfeierten, sondern eher so High-Heel Tussis und Murats. Geeeeil! Kann ich also mal wieder hohe Schuhe zum feiern anziehen und was schickes obenrum, denn in Hannover, wo ich sonst immer feiern gegangen bin, war nur T-Shirt und Chucks angesagt. Elektro-Schuppen halt.

Aber heute, heute hieß es voll zur Frau zu mutieren und die Schminke wurde gleich doppelt auf’s Gesicht geklatscht. Fertig.

Die Freundin kam mit Alkohol zum vortrinken, ich sehr beschwipst, fuhr dann also mit ihr zur Kölner Partymeile, die mich zum ersten Mal begrüßte. Schön sah sie aus. So bunt, mit vielen türkisch aussehenden Männern, blonden großen Frauen und paar aggressiven Viechern. Die kamen zum Glück aber nicht mehr rein.

Nachdem wir drinnen waren fiel mir auch wieder ein, warum mir diese abgeranzten Schuppen aus Hannover deutlich mehr gefiehlen…da machte dich irgendwie keiner an! In deinem T-Shirt und ’nem Bier zu psychedelischer Musik hin und her zu wippen war schon was anderes, als fremde Männerhände wie eklige Spinnen und dem passenden Gesichtsausdruck dazu, wegzuscheuchen..

Nachdem man sich seinen Platz frei gekämpft hatte, tanzen konnte, mit der Freundin einem Tequila nach dem anderen kippte, kann einem auch schon mal schlecht werden. Ne ne, von mir ist in diesem Fall nicht die Rede.

Also gings dann irgendwann raus, damit meine Begleitung etwas „frische Luft“ schnappen konnte. Gesagt getan. Wir setzten uns also auf eine Bank, lachten und erzählten uns den größten Mist. Mittlerweile war es hell, die Laune, trotz Übelkeit auch bei meiner Freundin, war grandios. Auf einmal verlangte sie jedoch nach einem Wasser, was ich ihr natürlich auch geholt hätte, aber vielleicht machts ja doch ein anderer?

In dem Moment kommen zwei Jungs an uns vorbei und ohne wirklich in ihre Gesichter zu schaunen, sprach ich einen von denen an. Meinen Max. Das dieser Typ irgendwann meine Mia kennen, akzeptieren und lieben wird, wusste ich bis dato noch nicht.

Anstatt mich irritiert anzuschauen und mir ’nen Vogel zu zeigen, sah er mich von oben bis unten an und meinte „aber nur wenn du mitkommst“. Mit der Reaktion hatte ich irgendwie nicht gerechnet, ging aber drauf ein. Sein Freund blieb bei meiner Freundin und Max und ich schritten zum nächsten Kiosk. Gott war ich betrunken. Erst stellte ich mich an die Kasse, verlangte nach einem Wasser und wunderte mich dann lautstark, als man mich drauf hinwies, ich müsse es schon selbst aus dem Kühlschrank hinter mir holen…Nach Max‘ skeptischen (ist die ’n Snob?) Blick, merkte ich selbst wie bescheuert meine Aussage war und konnte nicht mehr aufhören zu lachen. Er lachte mit. Zum Glück.

Der Abend zog sich also so dahin, dass Max und ich uns die ganze Zeit unterhielten, uns um meine Freundin kümmerten, die nach 2 Stunden dann auch wieder fit war. Also hieß es wieder tanzen, aber da wollte der neue Typ nicht mit. Er ginge nicht feiern, waren seine Worte. Hä, war mein Gesichtsausdruck. Wo käme er denn überhaupt her mit seinem Freund im Schlepptau?

Als er mir erzählte, dass man ihn heute überredet hätte mit in eine Bar zwei Haltstellen weiter von hier einen zu trinken, obwohl er keine Lust hatte, wurde ich hellhörig. Denn warum er die Straßen von Köln rauf und runter ging war, dass er richtig nüchtern werden wollte, denn er war mit seinem Auto hier. Ich war ziemlich baff. Was ein Zufall. Ein Typ der an dem Abend richtig überredet werden musste, parkt sein Auto vor der Bar in der er getrunken hatte und läuft zum ausnüchtern die Kölner Ringe mit seinem Freund rauf und runter… Und trifft mich!?

Beim verabschieden war mein einziger Gedanke, dass er doch bitte nach meiner Nummer fragt. Tat er. Dafür bekam er einen kleinen Kuss. Kurz und flüchtig.

Keine halbe Stunde später schrieb ich ihm, wo er denn wäre. Ich wollte ihn sehen. Glück gehabt meinte er, 1 Minute später und er wäre Richtung Autobahn.

2 Minuten später stand er mit seinem Auto vor mir, stieg aus, ließ seinen ziemlich mies gelauten Kumpel im Auto sitzen und umarmte mich. Ich küsste ihn, kam mir vor wie ein kleines Mädchen. Das ich selbst ein kleines Zuhause hatte, erzählte ich ihm auch. Seine Augen weiteten sich, er war schockiert. Und ich? Ich zeigte ihm, total ignorierend seinem Gesichtsausdruck gegenüber, Fotos meiner Prinzessin und redete so verliebt über sie, dass er ziemlich angetan war und sich irgendwie..beruhigte. Als ich ihn dann fragte wie alt er eigentlich wäre, war ich diejenige, die ihn mit großen geschockten Augen anstarrte. Fünf Jahre. Fünf verdammte Jahre war er jünger. Wir waren quitt und am nächsten Tag um 15.00 Uhr meldete er sich. Fazit: Der Anfang einer Bilderbuchbeziehung.

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Mit sich selbst, ist man weniger allein

Wie ist das so, wenn man unzufrieden mit sich selbst ist? Sitzt man dann den ganzen Tag nach der Arbeit oder der Schule Zuhause, verkriecht sich unter der Decke, mag nicht raus gehen und philosophiert über das Leben oder über die Erkenntnis, vielleicht sogar an einer Depression erkrankt zu sein?

Mag man nicht raus, mag man sich nicht mit Leuten treffen weil man das Gefühl hat, nicht angenommen zu werden? Das man was falsches sagt, im falschen Moment, in der falschen Tonlage und schief angeschaut wird und dann auch noch seinen Körper als zu viel oder gar als zu hässlich ansieht, so wie sein Gesicht, was man am liebsten von wem anderes gern hätte..?

Man schaut in den Spiegel, möchte ihn am liebsten bemalen, dort, wo seine Augen einem traurig entgegen blicken und die Oberschenkel retuschieren, damit eine Lücke zwischen den Beinen zum leben erweckt wird.

Danach geht man in die Küche, macht die Schokolade auf und merkt danach, dass es einem noch schlechter geht.

Man zieht Tag ein Tag aus in den Krieg gegen sich selbst. Man bemitleidet sich und schwärmt anderen Menschen hinterher, weil, nun, die sehen besser aus, haben einen schöneren Körper, kommen einem so stark vor, haben sich anscheinend selbst gefunden und Probleme andere Menschen kennen zu lernen, haben sie auch nicht. Geschweige denn einen Mann für sich zu gewinnen.

Was in diesen Personen allerdings steckt, nennt sich Mut.

Sie haben sich nicht aufgegeben. Sie haben an sich gearbeitet, das Beste aus sich herausgeholt um jetzt das Leben zu leben, was sie sich vorgestellt haben.

Mutig gewesen, sich selbst zu lieben und zu merken, dass das machbar ist. Dass das der Sinn des Lebens ist.

Manche Menschen fühlen sich einsam. Sie haben das Gefühl sie bräuchten ganz dringend einen Partner, um sich weniger allein zu fühlen. Aber was ist mit den starken Personen um uns herum, die auch glücklich ohne Partner sind?

Sie sind glücklich mit sich selbst. Sie nehmen nicht den nächst Besten, weil sie denken, so würde sich die Einsamkeit in ihnen füllen denn, sie sind mit sich selbst zufrieden und wenn dann doch mal einer kommt, der ihrer Meinung es wert ist, auch von einem mitgeliebt zu werden, dann lassen sie den Dingen ihren Lauf geschehen.

Wenn du denkst du bist es nicht wert, wenn du denkst, du hast nicht die Kraft etwas zu verändern, egal was es ist, sage ich dir : doch. Du kannst es.

Das Leben wurde dir nur einmal geschenkt. Auch wenn du an Wiedergeburt glaubst, glaube ich, dass du als Nasenbär nicht nochmal die Gelegenheit hast, dich zu verwirklichen.

Steh auf, verändere was. Sage dir, dass du glücklich werden kannst. Glücklich mit dir. Und ganz automatisch wirst du andere, sogar in deinen Augen erfolgreichere, hübschere und schlankere Menschen anziehen, und für dich gewinnen.

Mit wem würdest du dich denn gern umgeben? Mit der dünnen blondierten Zicke oder der liebvollen etwas molligerern rothaarigen? Also ich würde mich für letzteres Entscheiden…die Männer am Ende sicherlich auch.

Was nicht heißt, dass du dich nicht auch für Sport interessieren könntest. Denn Sport hat nicht immer was damit zutun, dünn zu sein.

Es hat was damit zutun, sich noch ein kleines oder gar sich ein großes Stück besser zu fühlen in seinem eigenen Ich. Sich mit dem Thema gesunder Ernährung auseinander zu setzen und zu merken, dass man dadurch ein weiteres Stück Lebensqualität für sich entdeckt. Da spreche ich aus Erfahrung. Denn auch das, tut der Seele unheimlich gut.

Über den Wolken

Über den Wolken

Nun, es ist also so weit.
Mama und Tochter fliegen.
Was wirklich spannendes kann ich dazu gar nicht wirklich erzählen, weil, total langweilig! Das Kind benimmt sich einfach!
Also keine mega krasse Story wie ich sie zwischen all den Terminal’s und free duty Geschäften fast verloren hätte, keine „Mama ich geh jetzt nicht mehr weiter!“ -Geschichten…obwohl, da war ja doch was. Ach Mutti, war mal wieder Wunschdenken angesagt ?

Denn als Mini-Madam nach der „Fummelei“ von Menschen in Uniform als „sicher“ galt (wäre doch auch mal witzig, wenn man plötzlich Messer und Spitzhacke beim Kind unter der Jacke finden würde), musste sie ganz ganz dringend, nein fuuurchtbar dringend Pipi.

Auf dem Weg zur Pipitoilette aber, wollte sie getragen werden. Ich sah derweilen wie ein lieb aussehendes kurz vorm zusammenbrechendes Kamel aus, da mir noch Rucksack und Umhängetasche vom Opa, der ja auch noch mit uns flog, noch schnell über geworfen wurden (der verehrte Herr warnte mich mehr als einmal keine Flüssigkeiten und Cremes mitzunehmen, tat es aber selbst, und musste sich dann fix noch ’ne Plastiktüte für ’n Euro kaufen).

Auf mein mehrmalig liebes, böses, leises und lautes „Nein Mia, ich kann dich NICHT die 3 Meter zur Toilette tragen“, schmiss sie sich also vor allen Leuten auf den Boden, streckte alle Viere von sich, und rührte sich nicht mehr.

Mein Tipp : Ruhig bleiben, anfangen zu lachen, die Leute um einen NICHT anschauen, dass würde dich sowieso nur noch mehr verunsichern, weil ist ja klar, die Leute gucken. Da geb ich dir mein Wort drauf. Und wie sie gucken!

Nach meinem kleinen überdrehten Lachanfall, ging ich dann eben ohne sie auf Klo.
Türe auf, stand das Kind schon hinter einem und schmollte. So’n scheiß, 1:0 für Mutti also.

Danach verlief aber weiterhin alles meeeega entspannt, als hätte der Morgen sich ’ne Tüte genehmigt.

Im Flugzeug drinne, bei dem Start, als wir über den Wolken waren : Kind am lachen.

War aber dann wohl etwas zu viel lachen und zu wenig schlaf, daher liegt sie jetzt mit nackten kleinen Käsefüßchen auf ihrem Sitz und pennt wie ’n Kerl.
Hand im Schritt, die andere über’n Kopf und ganz dezent, tropft auch ein wenig Speichel aus ihrem offenen Mund. Aber nur ganz dezent.

(Über)leben

Leben tun wir alle. Die einen mehr, die anderen weniger. Damit meine ich den Unterschied derjenigen, die den ganzen Tag Zuhause vor der Spielekonsole hocken und den anderen, die raus gehen um die Welt oder meinetwegen auch nur die Straße auf der anderen Seite zu entdecken.

Aber alle haben was gemeinsam. Sie leben ihr Leben.

Manche finden ihr Leben schön, einige weniger. Da gibt es aber immer noch den feinen Unterschied, wie jeder einzelne denn seine Dinge so betrachtet.

Von Frauen die den ganzen Tag nörgeln weil sie genau DIE Handtasche nicht bekommen haben, über die, die froh sind, dass das Bein des Küchentisch’s immer noch nicht abgebrochen ist.

Menschen sind so verschieden, wie Karl Lagerfeld seine Meinung zu Joggingshosen, gegenüber der meinen.

Aber sie leben alle noch!

Wie oft hat man im Affekt mal gesagt, am liebsten würde man jetzt sterben. Vielleicht weil einem etwas peinlich war, oder man noch soviel zu erledigen hatte.

Das sind so hingeworfene Sätze, ohne genaueren Bedacht…die andere Sorte Mensch, meint es aber Ernst.

Sie bringen sich um, weil sie ihr Leben nicht ertragen können. Sie schaffen es nicht und verabschieden sich von der Welt. Ein heikles Thema, was mich oft beschäftigt. Wie verzweifelt man sein muss, all diese Erlebnisse und Erfahrungen die noch auf einen warten, einfach in einer Flasche Vodka mit Schlaftabletten zu kippen und Adios zu sagen…da möchte ich am liebsten zu all diesen Menschen und ihnen helfen. Dass das nicht möglich ist, ist mir klar.

Aber wenn ich könnte, würde ich ihnen zeigen, was das Leben noch so alles bereit halten kann. Das nichts in der Welt schöner ist, als den Alltag zu etwas besonderen zu machen. Das die Liebe die vielleicht nicht erwidert worden ist, doch nur ein Zeichen ist, dass sie nicht zu einem passt. Das die Schulden die man hat, immer irgendwie abzubezahlen sind. Andere Menschen nicht über einem stehen dürfen, sodass sie einem die Lebensqualität- und Freude wegnehmen.

Gesunder Egoismus bewahrt uns davor, uns schlecht zu fühlen. Menschen und die Probleme die sie mit sich ziehen, über unser Glück und unsere Zufriedenheit zu stellen…deswegen stehen wir alle in der täglichen Aufgabe, uns stark zu machen.

Uns stark zu machen, gegen all die Negativitäten die das Leben so mit sich bringt und wo wir zeigen müssen, dass wir stärker sind als das, was uns in die Knie zwingen will.

Desto stärker und selbstbewusster wir sind, desto ruhiger und gelassener können wir mit Dingen fertig werden, die wir nicht in unserem Leben geplant haben und die dort so störend sind, wie eine Kakerlake im Salat.

Stärke, von innen wie von außen. Arbeitet dran und glaubt mir, so wird man leichter fertig mit dem Leben, was neben den ganzen schönen Seiten eben auch seine schlechten hat. So wie Donuts. Die sind schließlich auch nur auf einer Seite glasiert.

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