Warum ich mit neuen Müttern nicht ganz zurecht komme

Irgendwie klingt die Überschrift gemein. Aber sie stimmt. Und weil ich vor Jahren, als ich so langsam aus der Pubertät raus gekommen bin, mir geschworen habe nie zu lügen und bestimmte Themen ansprechen werde, die anderen vielleicht nicht ganz so schmecken.

Aber ja, es ist so. Neue Mütter (ich spreche hier ausschließlich von ganz ganz Neu-Mama’s, also ihrem 1.Kind) , reden permanent von ihrem Engelchen. Das ist wunderschön und habe auch ich gemacht. Jeder kleinste Pups, jede kleine vollgekackte Windel ist ein Fest des Tages und ooooh, guck mal der ganze Brei wurde aufgegessen und nicht an die Tapeten gepfeffert, wie die letzten 100 Male.

Sie reden über nichts anderes mehr. Baby hier, Baby da, Baby hat mich angekotzt, Baby schläft nicht und guck mich an, ich auch nicht…Oh mein Gott, ich war nicht besser. Und ich bin SO froh, noch meine ganzen Freunde zu haben. Ehrlich.

Da fragen sich diese Neumütter warum sie keine Freunde mehr haben oder eben nur noch ganz wenige. Dass das die „Wahren“ sind, das kann man dann wirklich sagen. Aber hey, wenn man nur noch über Stillen, nicht vorhandenem Sexleben und über überteuerte Windelmarken sprechen kann, mutiert man eben zu einem Mutter-Monster, was nur noch einen Dutt trägt, aufgrund der ganzen Schwangerschaftskilos immer noch Umstandsmode trägt und Schminke sich in den eigenen Ohren wie ein Fremdwort anhört.

Daher gebe ich zu, habe ich keinen besonderen Draht zu diesen tollen Frauen. Ich suche mir automatisch welche, die aus dem gröbsten des Mutter-Monster-Stadiums draußen sind.

Natürlich unterhalte ich mich auch mit denen über mein Kind. Meistens sind unsere Kinder gleichaltrig. Man kann sich besser austauschen. Aber nach 20 Minuten wird wieder über die anderen Dinge gesprochen. Über Männer, Intrigen, Blödsinn und über das Wetter.

Ich möchte keine Neu-Mama dafür verurteilen das sie am Anfang so ist und kein anderes Thema kennt. Denn ich weiß ja, ich war ganz genauso. Es geht einfach nicht anders. Es ist normal und das soll auch so sein.

Wenn alles einen Grund hat

Manchmal, da passieren Dinge, die sind scheiße. So richtig scheiße.

Dann steht man da, fängt am Besten noch an zu weinen und fragt sich, warum das Leben einem Mal wieder ’ne heftige Backpfeife verpassen musste.

Und dann kommt der Tag, an dem man es auf einmal versteht. „Wäre mir dies und jenes nicht passiert, hätte ich jetzt niemals dieses Glück erleben/ haben dürfen.“ Meine Güte, wie oft hab ich mich schon ertappt, genau diese Dinge gedacht zu haben. Meistens dann mit einem riiiesen Lächeln.

Der Verlust des Mannes, der dich vielleicht betrogen hat um jetzt den Mann deiner Träume an der Hand halten zu dürfen oder dein Kind, was das Tollste auf Erden für dich ist, aber du durch die Hölle gehen musstest um jetzt mit ihm da zu stehen, wo ihr jetzt seid.

Verlust von Freunden, aber danach endlich die wahren Freunde kennen gelernt, Kündigung der Arbeitsstelle, um jetzt noch mehr zu verdienen mit noch tolleren Kollegen. Ein Wasserrohrbruch der dir bezahlte neue Wände bringt, ein Auffahrunfall mit deinem Auto und dein Traummann steigt aus dem Anderen.

Glück im Unglück oder eben Dinge die man nicht sofort versteht, sondern vielleicht erst Jahre oder Monate später. Kennst du das nicht auch? Tröstet dich der Gedanke, dass das Leben bestimmte Dinge aus bestimmten Gründen geschehen lässt und sie vielleicht  Sinn machen könnten? Vielleicht nicht jetzt, aber später.

Ich bin der festen Überzeugung, dass alles was passiert, aus einem bestimmten Grund geschieht. Vielleicht liegt es daran, dass ich eher an das Schicksal anstatt an Gott glaube. Aber ich glaube. Das verleiht mir immer wieder Kraft.

Der Glaube das alles eines Tages Sinn machen wird, ein Trösten an sich selbst, auch wenn man gerade alles kurz und klein schlagen möchte. Wenn man schreien möchte und in paar Wochen darüber lachen kann und sich denken „Zum Glück ist dieser Scheiß damals passiert!“

Wir müssen uns selbst retten. Vor Negativität, vor schlechten Einflüssen und den pessimistischen Gedanken die sich immer wieder in unser Hirn reinfressen und Depressionen hervorrufen.

Du musst anfangen dich umzulenken, dir Gründe zu suchen, dass du nicht selbst verzweifelst. Und glaub mir, das ist machbar, aber es erfordert Übung.

Wie man mit sich selbst glücklich wird

Das ist ein Thema, was mich wirklich schon lange in meinem Leben begleitet. Es ist jedoch in diesem Sinne sowas von, entschuldige, scheißegal wie du aussiehst. Es kann auch ein Supermodel sein, was makellos zu sein scheint aber dieses benannte Model findet sich schlichtweg einfach nur hässlich. Oder sagen wir mal lieber, nicht so schön. Alle würden über sie lachen, keiner würde sie ernst nehmen und ihr böse Unterstellungen unterstellen.

Die Alte will doch nur Komplimente einsacken, bah.

Allerdings geht es hier nicht darum wie jemand wirklich aussieht, sondern wie er sich selbst sieht. Falsche Selbstwahrnehmung, ein verzerrtes Selbstbild? Gibt es nicht? Aber natürlich. Das beste Beispiel sind Magersüchtige.

Sie bestehen nur noch aus Haut und Knochen, kein Fett. Aber sie sehen es. Sie sehen überall Fett, genau da wo keins ist. Ist das nicht verrückt?

Ich bin zwar nicht magersüchtig, aber auch ich litt jahrlang, und zum Teil auch heute noch, unter falscher Selbstwahrnehmung. Niemals nannte mich irgendwer hässlich, wirklich nicht. Zumindest nicht in mein Gesicht. Aber ich sah mich immer meilenweit unter den Komplimenten die mir gemacht wurden. Ich dachte man lügt mich an, man würde all die netten Worte nicht ernst meinen. Ein Grund wohl, warum ich nie eingebildet werden konnte. Was ja auch eigentlich gar nicht so schlecht ist.

Bis heute arbeite ich daran. Mit dem glücklich zu sein, wie ich aussehe.

Eines Tages las ich einen Satz, der meine Arbeit an mich selbst ein großes Stück weiter brachte.. : Sei immer glücklich so wie du aussiehst, denn es wird immer jemanden geben, der gerne so aussehen würde wie du.

Dieser Satz ist so unheimlich war und wir müssen anfangen uns zu akteptieren, uns zu lieben wer und wie wir sind.

Natürlich können und sollen wir auch an uns arbeiten. Mehr lernen, mehr lesen, mehr Sport machen und auf unsere Ernährung achten, dass mein ich nicht, sondern wir müssen die Grundbausteine die uns ausmachen so nehmen wie sie uns gegeben worden sind. Wir können uns immer noch zu etwas „besseren“ formen,aber dürfen nie den Fokus darüber verlieren, wer wir sind. Das wir gut sind. Das wir es wert sind gut über uns selbst zu denken.

Ich zum Beispiel mache viel Sport, lerne und lese viel und mag mich dadurch auch ein Stück mehr. Denn ich mache mich selbst stolz, ich arbeite an mir. Das kannst du auch. Lerne einfach was dich stolz machen würde und mach es! Glaub mir, du wirst dich dadurch ein Stück mehr lieben können, so wie ich mich. Egal wie ich aussehe, denn ich weiß, es gibt immer jemanden der gerne so aussehen würde wie ich.

Sich selbst nicht verlieren

Wie oft opfert man sich für andere. Sei es für Freunde, Famile oder auch für seine Kinder. Bekommt man diese Art der Aufopferung, wie z.B Gefallen tun, Geheimnisse bewahren oder 3x am Tag Wäsche waschen, Boden schrubben und Rotznasen sauber machen mit der Vorhersage, nächste Woche liegt man flach und muss dennoch fangen durch die Wohnung spielen, zurück, fällt es einem leichter.

Sollte es nicht so sein, sollte man aufhören für diese Leute da zu sein. Außer es handelt sich hier um deine Kinder. Da liegt es alleine in deiner Hand ob du was zurück bekommst, oder dir auch noch ans Bein gepinkelt wird.

Man sollte aufhören diesen Menschen seine Zeit zu schenken, sich sein Ohr am Telefon abkauen zu lassen und wenn man dann mal selbst Freund xy was erzählen möchte was einen beschäftigt, merkt man schnell, dass das Interesse jetzt nicht sooo dolle ist. Ach **** dich doch. Du ach so toller Freund. Aber Hauptsache man ist immer für dich da und zermartert sich für dich das Hirn, damit man dir helfen kann. Damit es dir besser geht. Jaja.

Solche „Freunde“ hatte ich, bis ich gemerkt habe, dass das gar keine Freunde sind. Ich schlauer Fuchs. Das sind zeitfressende kleine Insekten, die in paar Jahren, und ich kann es bei meiner Erfahrung bestätigen weil diese Insekten sich auch bei mir immer wieder nach Jahren melden, keine Freunde haben. Oder keine Richtigen. Oder sie streiten sich ständig. Oder, oder, oder.

Man sollte sich wichtig genug sein, ihnen den Rücken zuzukehren. Das ist gesunder Egoismus, der bei einigen Meschen irgendwie verloren gegangen ist.

Menschen die mir ihren Ärger über andere klagen, weil diese ständig ihre Gefühle verletzten und dennoch können sie nicht loslassen und bestrafen sich lieber selbst, indem sie ihre Klappe halten aufgrund der Angst vor Streit.

Streit gibt es bei mir und meinen Freunden nicht. Brauch ich nicht. Denn die Auswahl der Menschen in meinem Leben, sind gut ausgesucht. Immer wieder kommen Neue. Sie bleiben oder gehen wieder. Und es fühlt sich gut an, diese Freundschaften, die mich nicht aufregen. Über die ich nicht wütend werden muss, keine Pickel bekomme und mich gerne mal aufopfer.

Manchmal braucht man länger um zu wissen was einem gut tut aber das meine Lieben, dass kann ich euch versichern, macht euch auf Dauer glücklicher, wenn ihr diese Insekten wieder zurück in ihre Löcher schickt.

ständig.

Schöne Woche mit viel Liebe

Die Liebe ist so ein großes Wort in meinem Leben. Ach was rede ich da, in wahrscheinlich jedem von uns. Egal ob es die Selbstliebe ist, die von unseren Eltern oder unseren Freunden. Und ja, auch die vom anderen Geschlecht, die uns nicht nur einmal zum weinen gebracht hat, weil Liebe auch mal weh tun kann. Sehr sogar.

Aber so ist das nun mal im Leben, denn die schönsten Dinge im Leben können beim „Entzug“ ebenso schmerzhaft sein. Vorallem wenn wir uns Filme, Schnulzen aus Hollywood anschauen. So wie ich heute. Ohhh, wie schön das war, wie verliebt diese Menschen immer waren, wie verdammt gut sie jedesmal aussahen. Keine Pickel im Gesicht, top Figuren und Liebesschwüre vom Feinsten, sodass ich jedes Mal geflennt habe wie meine Tochter, wenn die nicht das bekommt was sie will.

Nur ist der Unterschied bei uns und den Menschen und ihren Geschichten (abgesehen von ihrere makellosen Haut und den Modelfiguren) , dass bei uns im Leben andere Faktoren immer wieder eine Rolle spielen. Denn am Ende glaubt man immer diese Paare haben ihr großes Glück gefunden und bleiben den Rest ihres Lebens glücklich zusammen. Ach, wenn es doch bei uns auch so einfach wäre du liebes Hollywood.

Meine letzte Beziehung fing wie in einem Blockbusterfilm an. Wir haben immer rumgewitzelt das wir unsere Kennlern-Story eigentlich an eine Produktionsfirma verkaufen könnten…und das Ende vom Lied? Nach paar Wochen war bei mir sowas von die Luft raus, dass ich es selbst nicht glauben konnte. Schade, da hätte ich gerne das Drehbuch einer Filmfirma in den Händen gehalten und es mein Leben genannt. Dem war aber nicht so, genauso wenig wie ich eine makellose Haut habe und von einer Modelfigur ohne Hüftspeck auch noch entfernt bin.

Aber das Ganze macht es mir dann doch erträglicher, weil ich weiß, dass sind Filme zum träumen. Zum abtauchen, zum fühlen und mal weinen weil sie so schön sind, so traurig sind und man das als Frau auch einfach mal braucht.

Das echt Leben kommt einem aber ab und zu auch wie ein Film vor und wir erwischen uns, wie wir uns in bestimmten Situationen mit unserem Mann oder Schwarm „wie im Film“ vorkamen, oder es sich „wie ein Traum“ angefühlt hat und das ist auch einfach noch viel schöner, als wenn wir das in Gammelklamotten mit `nem Pott Eis vor`m Laptop mit anderen Menschen beobachten dürfen. Aber es ist eben nicht immer so und das ist ebenfalls ok. Manche haben diese „Traumbeziehung“ und es sei ihnen gegönnt, manch anderer muss an seiner härter arbeiten und hat nicht am laufenden Band solcher filmreifen Momente, ist aber dennoch glücklich. Und das ist ja auch irgendwie das Wichtigste, glücklich zu sein mit dem Menschen dessen Seele man berührern möchte. Ich war es nicht, wollte nicht daran arbeiten und auch das ist ok, denn ich wollte nicht unglücklich sein und wusste, glücklich bin ich wohl erst wieder, wenn ich wieder alleine bin.

Aber so wirklich alleine fühle ich mich gar nicht. Diese ganzen Freunde und meine Familie füllen mein Herz komplett aus und hey, vergessen wir mal nicht den Aspekt das ich Mutter bin von einem Zwerg, der dank seiner Erkenntnis wieder einen Mittagsschlaf zu machen, wieder zu einem kleinen Engel mutiert ist. Gott sei Dank!!! Ansonsten hätte ich aufgrund ihrer Laune der letzten Wochen dringend eine Therapie benötigt.

Daher ist es für mich überhaupt nicht schlimm Single zu sein, denn ich bin glücklich.

Die Woche ansich war auch so schön, dass ich mir wünsche, sie würde so weiter gehen. Alleine die paar Tage in Hannover wo wir waren, haben mir viel Sonne ins Herz getragen und auch wenn ich jetzt, mal wieder, etwas erkältet bin, tröstet mich der Frühling der mir jetzt jeden Tag die Tür aufmacht. Mit ganz viel Liebe vom Wettergott. Hach wie wundervoll, so viel Liebe um mich herrum..und auch um dich. Glaub mir, du musst sie nur suchen und die Augen aufmachen. Ich rede hier nicht von einem Mann, sondern von der Liebe des Lebens, die nicht so schnell abhauen kann.

Der Tag soll bitte 30 Stunden haben…und ein bisschen Entspannung soll er mitbringen!

Ich kriegs net hin… jeden Mittwoch ein Wochenbericht reicht, der Rest landet eh täglich auf Instagram.. denn der Tag hat einfach zu wenig Stunden!!

Ich stehe auf, und Mia meckert mich schon an wo der Kakao bleibt und ich bin einfach nur dankbar, dass es dieses Zaubergetränk Kaffee gibt. Jeden Morgen.

Danach ist jeder für sich beschäftigt. Sie nuckelt an ihrer Flasche, ist jedesmal sauer dass das Kikaninchen nur 5 Minuten geht und ich check mein Handy. So nach 20 min. wird noch gekuschelt, Fernseher aus, Frühstück, und solange sich Mama fertig macht, muss das Kind alle 5 min. auf Klo. Jedes 2. Mal ist allerdings `ne „Niete“, was einem morgens schon den Nerv raubt.

Kita, Haushalt, Sport oder Termine bzw Erledigungen bis es Mittag ist. Kind abholen, Essen, spielen, Leute treffen oder Zuhause rumgammeln. Kind ins Bett und Mutti hat endlich wieder Zeit für sich.

Dann lässt man sich wieder auf`s Sofa fallen, dankt dem Fernseher für sein hervorragendes Programm…und nimmt dann doch lieber das Handy in die Hand, telefoniert, macht sich die Nägel und geht duschen. 23 Uhr geht man dann ins Bett, wenn man gut drauf ist. Gerne auch mal um 21 Uhr.

Am schlimmsten sind für mich aber diese Haushaltsangelegenheiten…du putzt, du schrubbst, alles glänzt. 1-2 Tage später sieht die Wohnung aus, als hättest du nicht mal ´nen Lappen Zuhause. Genauso wie der Wäscheberg. Der wird nicht kleiner, nein, nein. Das monströse Ungeheuer wird immer größer, da dein Kind ab Nachmittag keinen Bock mehr hat Bescheid zu geben, wenn es mal Pipi muss. Warum auch..ist ja auch immer noch schweinekalt und mit bissel Wärme in der Buxe, lässt sich doch schöner leben. Kann ich natürlich verstehen.

Alleine diese Woche habe ich 2x die Wäsche gewaschen. Es ist Mittwoch…Mittwoch! Und es wartet noch ein riiiesen Berg. Zum Glück hilft Mia ja im Haushalt. Mit dem Staubwedel haut sie sämtlichen Büchern gegen die Kanten, rammt mir den Staubsauger in die Hacken, oder packt beim ausräumen der Spülmaschiene Löffel zu Gabel. Immer. Diskussionen zwecklos.

Am schlimmsten war die Woche das „schreien“. … „Mia, bitte schrei nicht so“.. kommt bei ihr eher so an : „Bitte Mia, schrei doch noch ein bisschen rum, damit uns gleich alle Leute in der Bahn mitbekommen haben“

Aber jeden Abend beim Sandmännchen gucken, kommt dieses kleine süße Monster mit seinen Patschehänden  und streichelt über dein Gesicht. Denn ist es egal wie stressig diese Tage sind, ich bin mir so so sicher, dass wenn sie nicht da wäre, ich verdammt einsam wäre, nicht so viel lernen würde. Über mich selbst.

Und weiter geht`s mit der Woche, mit dem Stress und den Verpflichtungen. Mit Schokopudding auf dem Teppich, ausgespuckter Zahnpasta und ganz vielen Küsschen zwischendurch.

Blöde Tage, die jeder kennt

Vorab möchte ich sagen, dass ich nur noch jeden Mittwoch und Sonntagabend hier schreiben werde. Es ist mir zuviel hier jeden oder jeden 2. Tag reinzuschreiben, und dann auch noch die 2 Profile auf Instagram. Und meine Bücher, mein Haushalt und ach du jemine, ich hab ja auch noch ein Kind.

Heute gegen 16 Uhr holte ich dieses besagte Kind ab, was einfach keine Lust hatte mit zu kommen. Das lachende auf mich zugerannte Kind, hatte sich schon seit einiger Zeit verabschiedet und ich fühlte mich mal wieder schrecklich. Was denken denn die Betreuer von mir? Was denkt sich mein Kind wenn es lieber in der Kita sein möchte, als mit Mama unterwegs zu sein, wie wir es meist danach sind.

Nach kurzem Rumgezicke kam sie dann mit, um draußen weiter Ärger zu machen. Sie wollte zu Fuß gehen, blieb aber jeden Meter stehen oder lief in Hauseingänge. Klar ist man dann irgednwann genervt und wenn keine Drohung zieht, macht man sie eben wahr und steckt das Kind gegen seinen Willen in den Kinderwagen.

Rumgebrülle, um sich schlagende Arme sind nur noch sichtbar und man versucht die Fassung nicht zu verlieren. Tu ich meistens auch nicht, aber voher fand sich schon wieder so ein wil-ich-nicht-öffnen Brief im Kasten, bestimmte Menschen machen einem im privaten Umfeld auch noch das Leben schwerer als es sein muss und diese scheiß Kontaktlinse hat irgendein Problem mit deinem Auge, was sich ständig bemerkbar, aber in dem Moment leider leider nicht beheben ließ.

Und so trottet man durch die Straßen um bloß schnell wieder nach Hause zu kommen. Entweder man haut Zuhause alles kurz und klein, oder man heult einfach nur. Das Kind ist zum Glück schon groß genug und kann sich alleine beschäftigen, und man muss sich dann auch mal daran erinnern, schwach sein zu dürfen. Durch weinen erlangen wir wieder Hoffnung und Kraft. Wir lassen das Böse was unser Herz überschattet einfach raus und saugen neue Luft, neue Kraft auf. Wir dürfen das, oh ja.

Aber man sollte sich danach die Tränen wegwischen, zusammen mit seinem Kind den Sandmann schauen und es genießen, dass dieses wieder ganz lieb zu einem ist. Wieder Kraft tanken, sich `nen Tee hinter die Binde kippen (nein, keinen Wodka..du bist jetzt schließlich Mutter, so hart es ist!) und sich für den morgigen Tag wappnen.

Aber das Wichtigste ist eigentlich sich daran zu erinnern : Wenn es diese scheiß Tage nicht geben würde, wie könntest du dann die schönen, besonderen Tage und Momente genießen ?

Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann halt die Klappe

Kennt ihr sie? Diese Leute die anscheind so unzufrieden mit sich selbst sind, dass sie andere mit negativen und unpassenden oder auch verletzlichen Sachen bespucken müssen? Ihr kennt sie, wir alle tun es.

Ob sie neben euch in der 3. Klasse standen und euch vor allen Leuten piesackten, bis ihr mit vollgerotzer Nase und vom heulen verquollenenden Augen euch hinter der großen Schulmülltonne oder besser noch, auf dem Schulklo versteckt habt…

Oder ihr 30 seid und euch von Schwiegermama immer unterschwellige sehr unnette Dinge anhören müsst. Zähne zusammen beißen, runter schlucken. Oder der Alten eine reinhauen. Aber dann könnte es Ärger mit dem Liebsten geben.

Dieser Eintrag geht aber eher an diese ekligen Menschen, die langsam mal verstehen sollten, dass wenn sie nichts Nettes zu sagen haben, am besten gar nichts sagen sollten.

Andere haben NICHTS davon, wenn sie von euch hören oder am besten noch im Internet lesen müssen (da tummeln sich diese Feiglinge ja noch am meisten rum),  sie sind a) hässlich , b) zu dick oder c) was du für eine Meinung über ihr Leben und ihre Ansichten hast.

Warum soviel Hass anderen entgegen bringen? Wo ist der Nutzen dabei? Geht es euch dann besser? Wenn ja, dann weiß ich nicht was ich armseliger finde…euch oder eure Erziehung und wie ihr solche Eigenschaften weiter geben könnt, an eure kleinen Blagen, die wahrscheinlich nicht besser werden.

Ich werde mein Kind so niemals erziehen. Ich werde ihr zeigen was es heißt andere Menschen aufzubauen, die schwächer sind als sie selbst. Denn davon hat sie auf jeden Fall mehr im Leben. Sie hat wem geholfen und sich damit auch. Sie wird sich dadurch glücklicher fühlen. Ist dieses Gefühl nicht weitaus schöner? Kann man auf diesen Wegen nicht besser ins Bett gehen und sich zufrieden im Spiegel noch anschauen?

Menschen die anderen helfen, die liebe Worte für jemanden übrig haben, sind letzten Endes immer die Zufriedeneren. Sie werden niemals negative Gefühle oder Gedanken haben müssen, wenn sie sich mal schmerzlich daran erinnern, wie gemein sie zur Person XY waren.

Wer viel Liebe in sich trägt, darf gern ein Stück an andere weitere weitergeben. Wer nur Boshaftigkeit in sich besitzt, der soll einfach ruhig sein und verbittert irgendwann diese eigentlich ziemlich schöne Welt verlassen.

Warum man sich selbst so oft im Weg steht

Jeder kennt es. Man hat bestimmte Ziele und eigentlich sind die auch meist umsetzbar. Man möchte nochmal zur Schule, einen neuen Abschluss machen oder abnehmen und endlich Sport machen.

Seine Ernährung umstellen, mit dem Rauchen aufhören, mehr lesen, alte Freunde treffen blablabla

Und was ist das Ende vom Lied? Man steht sich weiter nur selbst im Weg. Man wollte doch uuunbedingt was ändern, warum aber ist man immer noch da wo man steht? Mit der Fluppe im Maul und dem Hamburger voller Fett, der einen mit den Pommes so schief angrinst.

Entweder man fängt an sich selbst zu hassen, oder man akzeptiert das man es eben nicht schafft und so ist wie man ist bzw. so bleibt. Man gibt auf und lebt sein Leben wie bisher weiter mit der Konsequenz später denken zu müssen „Hätte ich vor 3 Monaten damit angefangen bzw. aufgehört…ja was wäre das spannend zu wissen wie ich jetzt aussehen würde, mich fühlen würde und wie unglaublich stolz ich auf mich wäre.“

Damit muss man letztendlich klar kommen.

Ich war auch immer so Eine. Ach der Abschluss reicht. Keinen Bock mehr auf Schule. Die Ausbilung langt mir mit dem Gehalt..aber irgendwann hab ich mir selbst eine gescheuert und mir ganz bewusst gedacht, dass ich verdammt noch mal nur einmal leben werde. Warum nicht endlich mal die Dinge machen, die mich auf Dauer glücklich machen werden!? Die mich stolz machen auf mich selber und wo ich später sagen kann : Ich hab alles erreicht was ich wollte, habe meine Ziele erreicht und steh total dazu wer ich bin und was ich mache.

Ich hab das Rauchen aufgegeben. Nach 10 Jahren. Meinen Hintern zum Sport bewegt, die Ernährung umgestellt und jaaa, den Kampf mit den Süßigkieten gewinne ich nicht immer, aber ich arbeite daran.

Ich besuche ab Sommer wieder meinen Abiturkurs, möchte studieren. Mehr Geld verdienen, damit ich und meine Tochter niemals abhängig sein müssen von irgendeinem Hans-Peter oder Max Mustermann.

Und es fühlt sich gut an. Ich hab das Gefühl zu leben. Die Steine die ich mir selbst ständig in den Weg gelegt habe, räume ich seit mehreren Monaten Stück für Stück wieder weg. Man ist schließlich ganz alleine für sein Leben verantwortlich. Ich hab gewisse Dinge einfach verstanden.

Dass man z.B. das Glück in seinem Leben sich selbst schenken muss und nicht hoffen darf, dass man in einem Stück Hundescheiße Gold findet. Das man sich selbst „reinigen“ muss, sich selbst zu etwas Tollem „formen“ kann, was man mag, was man liebt. Gerne mit sich selbst sein, sich aushalten können und sich stolz selbst auf die Schulter klopfen darf. Man ist zufrieden mit sich, denn man macht das, was das Leben einem schenkt : Sich selbst verwirklichen um am Ende seines Lebens zu sagen… Ich habe gelebt so wie ich es wollte als der Mensch, der ich schon immer sein wollte.

Faaaasching, nein entschuldige, Karnevaaaal !

Boah, seit einigen Tagen herrscht in und um uns der totale Außnahmezustand.

Letztes Jahr als Mia noch Mini war, bin ich ja schnurstraks abgehauen in die hannoversche Heimat, wo du als Verkleideter angeschaut wirst, als wärst du ne Kuh mitten in der Stadt. Hier in Kölle wohl eher anders rum.

Dieses Jahr, und es fing schon lange vor Karneval an, bemerkte ich was ein Spaß mein Kind alleine an dieser Karnevalsmusik hatte. Ach du Schreck… Mia und meine Mutter tanzten ja schon fast täglich zu dieser „Musik“, und ich verließ jedesmal fluchtartig den Raum. Dann doch lieber zu dem faulen und unbeweglichen Etwas was auf dem Sofa lag und sich Schwester nennt.

Als ich dann aber Zeuge wurde wie Mia ihr erstes Karnevalskostüm anzog, und das Funkeln in ihren Augen immer krasser wurde, sie hysterisch lachte und sich mehrmals um sich drehte, wusste ich : „Mutti, du hast verkackt. Dieses Jahr wirst du Karneval feiern. Ob du willst oder nicht. Dafür liebst du dein Kind einfach zu sehr.“ So ein Mist aber auch.

Mia bekam gleich 2 Kostüme. Und ich wusste, ich brauch auch eins. Noch mehr Geld ausgeben für etwas wo ich nicht ganz dahinter stehe, ist schon mies. Aber glücklicherweise habe ich hier Freundschaften geschlossen mit echten kölner Mädchen, die mir paar Blumen für die Haare geliehen haben und ne Hippiebrille plus Maxikleid. Fertig.

Seit letztem Freitag lauf ich jetzt so rum. Heute ist Montag. Und ja, ich muss gestehen, ich finde es gar nicht mehr so übel.

Wir waren schon auf einem kleinen „Zug“ , auf einem ziemlich großen und morgen dürfen wir nochmal ganz laut „Kameeeellleee“ schreien. Und dann reichts auch. Diese blöden Süßigkeiten kommen mir schon zum Hals raus und Mia braucht wohl bald n paar neue Beißerchen. Klopf mir auf die Schulter das ich uns regelmäßig die Zähne putze. Hätten sonst wohl nur noch schwarze Stumpfen.

Die riesen Tüte voller Kaubonbons, Zuckertüten, Schokololade und billig Brausepulver..und vergessen wir das ganze Weingummi nicht, hab ich jetzt erstmal verstaut.

Heute morgen erstmal das Kind auf die Waage gestellt. Wiegt immer noch 10 kg. Mich auf die Waage gestellt, angfangen zu heulen. Schokolade aufgemacht, nach der Hälfte mir fast selbst eine gescheuert und alles in eine Tüte gepackt. Bekommt später der Nachbar. Kifft ja ständig, also hat er auch Hunger ständig.

Und dennoch, ich genieße die Tage mit meiner Mia, die Kitafrei hat und jeden Tag in ein Kostüm schlüpfen darf. Die mich nach Zuckerbonbons fragt und mir nach einem „Nein“ die Hölle heiß macht. Auch ich bin gern diese Tage wer anderes. Dieses Blumenmädchen mit der Hippiebrille und dem extrem langen Kleid, was mir irgendwie sehr gut gefällt. Nächstes Jahr, ich weiß es, freue ich mich noch mehr darauf und Mia, die wird ab Oktober schon wieder zu der Musik tanzen.

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